Sehr geehrte Frau Koppenbrink,

ich verstehe viel von Ihrem Frust über die vergeblichen Mühen, Ihren eigenen Plänen und Ansprüchen Geltung gegen den Zeitgeist  zu verschaffen.

Schade, dass Sie auch Ihre Erfahrungen in Wernigerode so selbstkritisch und als oberflächlich beurteilen. Ich widerspreche Ihnen ausdrücklich: Sie haben nicht irgendein Vertröstungstheater erlebt – es war wirklich das Leben, das Menschen aller Nationen in unserer Stadt leben. Da waren nicht nur die Reichen und Schönen versammelt ! Vielleicht fehlte Ihnen die rücksichtslose Demaskierung allen guten Willens als kraft-  und saftlos. Ich behaupte aber nochmals:
Leben muss nicht nur Kampf gegen Bürokratie, Obrigkeit und Kirche sein. Leben kann sogar harmonisch sein – nicht ungestört, aber lebenswert!

Wenn Sie tatsächlich ein besseres Rezept für eine Stadt wie unsere haben, dann bleiben Sie dran, ohne zu verzweifeln.Und vielleicht gelingt es Ihnen  ja sogar, die Tage in Wernigerode trotz Kälte, Wind und Zeitdruck als Ausflug in eine seltsame, verwirrende aber auch liebenswerte Stadt zu konservieren.

Dass ich persönlich so gut bei Ihnen wegkomme, ehrt mich – ich finde Ihre Attribute durchaus passend und erhellend.Bitte bleiben Sie kreativ und ver-zweifeln Sie nicht. Es gibt noch „das Leben“ auch und trotz aller Pessimisten.

PS: in WR haben das Bürgerbündnis und die Kirchen zu Bürgertreffs Sonntags abends auf dem Markt geladen zum Austausch und zum Zeichen für Offenheit und Toleranz, gegen Ausgrenzung.Gestern waren über 200 Bürger da und Musiker aus Syrien (Flüchtlinge ) haben Musik gemacht.  Mit freundlichem Gruß aus der Bunten Stadt am HaRZAndreas HeinrichLeider haben die Eltern der Freigabe des Videos des OK nicht zugestimmt. Sie haben Sorge um Ihre Kinder, wenn das Video ins Internet gerät.

Brief von Bürgermeister Heinrich, Wernigerode, als Antwort auf Koppenbrinks Brief

Idylle 1

iDYLLE !

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