Herz und Kopf Weinprobe im vietnamesisc hen Restaurant

Herz und Kopf Weinprobe im vietnamesisc hen Restaurant

Ein dicker Dank an meinen dortigen Führer und Mentor, den Bürgermeister Andreas Heinrich, bevor sich Bild um Bild wieder verschüttet und erst dann zutage tritt, wenn wieder neue Bilder wie Blätter fallen, die sich heimlichheimlich mit den alten verbinden. –
Andreas Heinrich ist eigentlich eben so sehr seine Frau Maria, ja Entschuldigung, so spüre ich das ! Und noch dazu seine Kinder und Eltern und das alte DDR Dasein, – die echte Bedürftigkeit nach Botschaft, und gelebter, christlicher Nächstenliebe, auch wenn ich selbst nur mühsam eine eigene lebbare Brücke dahin finde. –
Er ist die Überwindung unserer schriftlichen Auseinandersetzung, seines viel zu dicht bepackten Terminkalenders und der Notwendigkeit, sich endlich selbst frei von allem zu machen, der eigenen Gesundheit wegen. Er ist eine Geschichte hinter Geschichten, von denen er nicht reden muss und man merkt sie doch ! Und er ist die Herausforderung, vielleicht beizeiten alles abzuwerfen und damit den Gegenseiten seiner selbst ebenfalls Gewicht zu geben, genau so, wie seinen Nachfolgern.

Ja, er hat mir wirklich das Strampeln auf dem Fahrrad mit Hund und Straßenverlaufsundverkehrsgespür beigebracht, als ob das keine Zumutung für eine alte Frau wie mich wäre. – Und an mein Einparkvermögen hat er auch geglaubt, obwohl der Wagen von allen Seiten angerempelt ist. –
Sein feines, mir werweißwarum vertrautes Haus hat mich sofort eingesponnen, gerade so, wie die gesamte Stadt Wernigerode. Eine Stadt mit durchplanter Stimmigkeit und Schönheit, trotz der üblichen Einschränkungen, die Bewohner leisten müssen, ein vollständiges, liebenswürdiges und einladendes Gesicht zu zeigen. Übrigens auch in den Nebenstraßen. Und dann die Bekanntschaft mit Frau Traute, mit einer Art Weinprobe und Verkostung, die über ein Geklingel von Kaufmich- Ambiente weit hinaus gegangen ist und den Bogen schlägt zu ganz neuen Brücken, die vorbildliche Zukunft bedeuten und auch Disziplin im Gepäck haben. Eine Disziplin, von der wir nur lernen können !Und die Berührung mit Herrn Wegener,dem Journalisten der Volksstimme und seiner engagierten und dann noch gekonnten Berichterstattung . Ebenso das prompte Dasein des „ offenen Kanals“ mit seiner ebenso geduldigen wie wachsamen Aufzeichnung und Begleitung.
Dass ich selbst in einem bizarren Tunnel von hin und her schlagendem Kreislauf gelebt habe, also wirklich nur mühsam mit abfallender Temperatur und einstürzendem Wind zurecht gekommen bin, verzeichne ich mit Respekt mir selbst gegenüber, wie es meine Partner getan haben. –
Mein Hund hat die Cafe´s geliebt, ich die Ecken, um die ich mit dem Bus kaum herum kam und dann doch: Mit KreislaufundBlutdruckbesänftigungsübung . Und die syrischen Flüchtlinge mit ihrer viztal kindlichen Urmusik, und das Museum mit seine traditionsreichen Dasein, und die jungen Leute mit ihrer Lehrerin Frau Ganske, die sich haben mitreißen lassen.- Von denen müsste ich gesondert erzählen, aber warum denn ? Das tun sie doch viel besser selber. Mit ihren Arbeiten !
Aber was ich auf keinen Fall vergessen darf, das ist das Kaffeetrinken mit den Damen und Herren vom „ Sozialamt „ das heißt ja auf keinen Fall so ,wird aber von den Leuten, also auch mir schlicht so als Paket hingesetzt , der Einfachheit halber. –
Ich sehe sie noch, wie sie mich vorsichtig beäugen und erst allmählich offen unter die Lupe nehmen: Diese seltsame Künstlerin vor der Nase, die immer noch die Faust schütteln und sich Zugang erwirken kann, mit allen Mitteln und Tricks,- das muss für sie wohl ein Wunder gewesen sein.
Aber wie sie da so echt vor mir sitzen sehe, die ich beschimpft habe, dass sie gefälligst nicht nur den Hörer weitergeben sollen, da bin ich jetzt doch etwas betreten. –
Und ich sehe den Herrn vom Amt vor mir, den gemütlichen, ihr wisst schon, den ich beackert habe und dessen Namen ich wüsste, wenn ich ihn jetzt schnell nochmal sähe,- aber ich sehe ihn ja, auch ohne Namen, wie er sich um meinen Hund kümmert und ich nehme in Gedanken noch ein kleines Stück Kuchen, fast heimlich, für den Nachhauseweg, wo ich darüber nachdenken werde, dass ich es endlich begriffen habe:
Für Wernigerode fängt das Dasein mit Flüchtlingen erst an, was das Einerseits Andererseits und die Ausgaben und das Kämpfen um dies und das angeht. Aber Wernigerode wird sich mit dem Thema und dessen Wirklichkeit zurecht finden, über Für und Wider und Hin und Her, wie überall in Deutschland, nur nicht ganz so verhetzt vielleicht. Dazu werden die jungen Leute beitragen. Genau so aufgeschlossen und kämpferisch, wie sie sich beim COOP. WALK gezeigt , und wie sie ihn sich selbst angepasst haben, und das trotz alledem. Dieser COOP.WALK ist nämlcih durchaus nicht so gelaufen, wie geplant und ich musste meine Wolle, die ich zum symbolischen Verstricken mitgebracht hatte, unbenutzt wieder mitnehmen, – alles, wie im echten Leben,- wieder was gelernt ! Ich bin nicht nur froh über, sondern auch verändert durch diese Begegnung mit Wernigerode !

liebevolles Gehege

liebevolles Gehege

Bei Frau Traute im Vietnamesischen Restaurnt: Eine Rose ist eine Rose

Bei Frau Traute im Vietnamesischen Restaurant: Eine Rose ist eine Rose

Idylle 1

IDYLLE !

stormy weather Idylle 2

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Fenster zum Selbst

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