ein Herbstbild vorweg als Animation. Und das letzte.- ein verschwommener Schnappschuss  des Kostüms, das ich heute tragen werde: Die Clownerie unserer Zeit und meiner selbst: Worum es geht: Ums Kaufenkaufenkaufen… Zum Herbstbild: Es kommen noch genug dumpfe Tage, die besonders meinem Mann jedes Jahr sehr zusetzen. Ich bin also verheiratet, mit Rundum Akzeptanz und Freude plus Kampf,-  und habe zwei Hunde, eine Katze, inzwischen fast zahnlos und eine Ratte, die raus muss, damit dass Rattenheer uns nicht aus dem Atelier – Gewächshaus vertreibt. Animalfarm beschreibt meine private Situation recht gut, auch mein Bewusstsein, mit dem ich dagegen angehe.
Herr S.- , danke für die Begradigung Ihrer Situation,- ich wusste aber, dass Sie nicht der Geschäftsführer sind. Und Ihr religiöses Herkommen frappiert mich ganz und gar ! Bittere Ähnlichkeit ! Ich erinnere mich. Als etwa Achtjährige, mitgenommen zu einem „Missionsfest“ habe ich meinen Vater gefragt, wie man das denn hinkriegen kann, femden Menschen die eigene Überzeugung “ über zu ziehen,- die haben doch auch eine… “
Darauf habe ich keine Antwort bekommen und die Leere der Nichtantwort deutlich begriffen.-
Die Heilungsversuche mit Fromm und Hesse kenne ich ähnlich. Es waren auch Kafka dabei, Andy Warhol und J. Beuys vor allem ! Elias Canetti sitzt mir immer noch im Blut wegen “ Masse und Macht “ , Gedanken, die ich im nächsten Jahr ins Bild bringen möchte.
Ich lebe derzeit als Tropfen im Ozean,- weniger, oder gar nicht  als Privatperson. Dieses Tropfen- Sein ( mit kristallisierender Beleuchtung ) ist sicher eine Annäherung ans endgültige Verschwinden, das mich derzeit nicht sehr anficht. Mein Bruder, mit dem ich „Hautverbindung “ hatte, starb mit elf Jahren,- ich war dreizehn und nahm mir vor, von da an nur noch halb zu leben, was auch eingetreten ist. –
Er, und auch meine Eltern und älteste Schwester sind also gar nicht so verschwunden, wie ich anfänglich gemeint habe. – Wie die meisten Frauen halte auch ich viel von geistigen Kräften und wenig von geistigem Missbrauch, weshalb ich vor mentaler Beeinflussung große Hemmungen habe. Neulich habe ich einen workshop  mit einer Psychologin abgehalten, was völlig daneben gegangen ist.- Ich ertrage keine Manipultionen und verbiete mir, im selben Umfang, sie meinerseits auszuüben. Das Leben selbst bietet Heilkraft genug, man kann und sollte als Trainer allenfalls die Öffnungsbereitschaft  dazu bewirken und beschleunigen. –
Übrigens kriege ich die Videos hier nicht richtig eingebunden, habe gestern lange dran versucht, es reichen aber sicher auch Fotos.
Zum Schluss dies: Was das Erbitten einer materiellen Hilfe angeht: Machen Sie sich keinen Kopf, ganz privat gesehen. Ich bin derzeit auf dem Absprung zu guter Bekanntheit, die mich jetzt, im Vergleich zu früher,- nicht mehr schreckt. Bis jetzt habe ich alles getan, um dem zu entkommen,- im letzten Moment meistens, – jetzt bin ich genau da, wo ich nicht mehr manipulierbar bin, nicht innerlich und schon lange nicht äußerlich, – bin einfach alt genug, werde ja im nächsten Jahr siebzig ! Gleichzeitig weiß ich, dass ich mit Benutzung der Pappteller als “ armes “ und, was den Anklang an die Goldrahmen angeht,- reiches Material, eine haargenaue Annäherung an den Zeitgeist geschaffen habe,- ob man das jetzt schon begreift oder erst später. –
Und wenn ich jetzt noch die zwei Inszenierungen, nein, es sind drei, und wenn ich noch genauer hin denke, sind es reichlich viel mehr, dann habe ich einen Teil unserer Wunden „versorgt“, nach meinem inneren  Auftragsgefühl. Und, wenn es anders kommen sollte,- manche Durchführungen sind mir jetzt schon sicher. Verwirklichungen, vor denen ich mich paradoxer Weise gleichzeitig gefürchtet habe, meines Selbstkonzepts wegen, wie gesagt.
Noch eine kurze Erinnerung:
Als mir die erste Pappkarte bewusst in die Hände gefallen ist, (  nachdem ein Sammler in Münster mir die Verlegenheitsnotiz auf einem Pappteller aus der Hand gerissen und sie in seinem Kunst – Hotel neben einem Beuys Produkt „aufgebahrt “  hat, habe ich eine Werbeinszenierung für “ künstlerische Events“  als Mitarbeitertraining daraus gefertigt, – mit Holzgäbelchen ,- woraufhin mir der Geschäftsführer einer Firma in unerere Nähe ein mitleidiges Schreiben zurück gesandt hat.
So etwas könne man doch nicht anbieten.- Diese Firma gibt es inzwischen nicht mehr, ganz im Gegensatz zu mir !
Jetzt lasse ich Sie los. Vielleicht animieren Sie mich noch einmal zu einem workshop oder Ähnlichem, wo wir uns dann eventuell richtig kennen lernen können. Ansonsten fühlen Sie sich bitte so frei wie ich mich fühle !
Mit herbstlicher Fast-Sonne,  Koppenbrink

Herbstselbst

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