COOP.WALK 2015 : Turbulenzen Ende und Anfang

Die Bad Salzufler Sitzung zur Gründung einer erweiterten Flüchtlingsinitiative hat stattgefunden,- in Dauerfortsetzungen vermutlich und findet und findet wahrscheinlich kein Ende, ohne inhaltlich überhaupt jemals begonnen zu haben.

Für mich ist das das Ende von Hör- Rede und Tatbereitschaft, auf dieser Stufe jedenfalls.
Man muss es sich bildlich vorstellen. Da sitzt eine Runde von sechs Männern und drei Frauen, die beraten über Tagesordnungspunkte wie ein Flüchtlingsportal für die Stadt und haben sich gar nicht informiert darüber, was es bereits gibt.-
Ich bin leicht zu spät gekommen und höre: Einer hat Sorge, im Englischkurs womöglich unverordnetes Lehrmaterial zu benutzen und ein anderer, dass Flüchtlinge womöglich unzureichend reparierte Fahrräder reklamieren könnten und wie man sich dagegen versichert.
Vielleicht, sagt einer, indem man sie auf dem Fahrrad fotografiert, die Flüchtlinge.
Es geht um die Spende von Fahrrädern der Brüder Becker, – jedes Fahrrad für 40 Euro gekauft und von der Evangelischen Flüchtlingshilfe Verein immer noch für zehn Euro an die Asylanten weiter gegeben. So verstehe ich es. Es dauert, bis jemand sagt: Ist doch egal,- man kauft so ein Fahrrad wie gesehen, ausprobiert und fertig. Wenigstens das.
Ich drücke mich auf meinem Stuhl hin und her und meinen Ärger aus, um es mit Heinz Erhard zu sagen. Das soll überhört werden. Die Satzungspunkte stehen vorn an der Tafel und ich am liebsten sofort von meinem Stuhl auf. – Für neu sich hin krümelnde Bürokratismen bin ich nicht her gekommen. Der Mann neben mir, ein entkommender Herzinfarkt , steckt ähnliche Fähnchen um seinen Sitzplatz herum, aber ich muss durch die Mitte, nachdem mir die beiden Vereinsaktivisten von der Kirche signalisieren, es muss alles seine Ordnung haben: Unsere neue Zugehörigkeit sowohl als auch die Maßnahmen Benennung, wie die Raumorganisation und die Zugehörigkeitsfrage unserer Initiative. Initiativ finde ich hier gar nichts.
Aber warum müssen wir denn alles so genau titulieren, schließlich arbeiten wir doch ehrenamtlich.
Das sagt der Apotheker am Ort, oder war es eher der ehemalige Unternehmer ? Jedenfalls kam die Bemerkung aus der Ecke.
Unseretwegen, weil wir Berufliche sind. –
Ich sehe, wie die junge Frau sich selbst noch zurück nehmen möchte, aber es ist doch bereits heraus.
Kenne ich diese Sorte nicht über den Kirchenparcours ? Andererseits, warum sollte sie das in dem Zusammenhang nicht sein, – beruflich in Sachen Flüchtlingshilfe. Sind die Politiker doch auch und die Kirchlichen, wie gesagt. –
An der Tafel sehe ich noch vier Ordnungspunkte, aber ich dampfe ab, bin doch endlich aus der Kirche ausgetreten, da werde ich hier auch noch die Flucht ergreifen können, ohne Groll und ohne nähere Entschuldigung. Aber vorher habe ich noch unser Haus als Versammlungsort angeboten und meine künstlerische Arbeit zur Animation und Integration, zweite Stufe. Und noch einmal unsere Wohnung für eine Wohngemeinschaft. Aber daran ist offenbar niemand interessiert.
Woran die Versammlungsrunde wirklich interessiert war, habe ich bis jetzt nicht erfahren.
Inzwischen die neuen Turbulenzen.
Jedermanns Kopf platzt schon davon,- auch meiner.
Und weiter ?
Weiter geht’s zunächst in Wernigerode. Ob Herr Heinrich, der Dezernent sein Wort halten wird ?
Wir werden sehen.

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