Gestern: Donnerstag. Ich versuche wieder und wieder den Eisernen Vorhang der Vorzimmer Damen Freundlichkeiten zu durchbrechen. Freundlichkeit? Es ist sogar Seligkeit, die mir da entgegen schlägt. Frau Dressler, Sekretärin des Oberbürgermeisters Dr. Junk hat gemeint, Goslar kann auf jeden Fall im November auf dem Plan sein, wenn es um ein Wegbereiten für ein gutes Miteinander mit Flüchtlingen geht. Da wird sie sogar freiwillig ausführlich.-
Ja, ich hatte viel Gutes über die sofortige Zuwendungsbereitschaft des Herrn Oberbürgermeisters gelesen. Über Krankengutscheine und Patenschaftsinitiativen. Frau Dressler leitet. Sie leitet weiter, wie könnte es anders sein. Ihr Plan, mich an das Möchehaus Museum durch zu reichen, schlägt sofort fehl. Ich weiß ja, was gespielt wird. . –
Tage darauf klappt, wie üblich, gar nichts mehr, weil ich mit der Anforderung daher komme :
Selber Stellung beziehen, nicht weiter reichen !
Da schlägt mir vorzeitiger Frost entgegen, wie gehabt. Die Furcht vor Aufträgen Selbst wenn die Behörden ein ungeheuer wertvolles Marketinginstrument an die Hand bekommen, ein Instrument, das sozusagen kostenlos das städtische Klima von Euphorie, Kritik und Gegenmeinung, von Angst und Hoffnung kanalisieren und in reales Zutrauen formen kann, nimmt sie es nicht wahr. Hinhören schon scheint gefährlich . Die Stadt bekommt da ein Imagepflege Instrument , um das sie sich nicht einmal kümmern muss, das nur eine Spende kostet und andere für sie bewegen, Schüler, Kinder, zufällig anwesende Bürger.-
Angst, wovor ? Jede Vorzimmerdame sitzt doch nur . Sie sagt, wir müssen soviel schnelle Arbeit leisten, aber sie, – sie sitzt und blockt ab. Das ist ihr Job.
Hören Sie, möchte ich sagen, hören Sie, Sie hören ja nichts. Sitzen Sie da, um das Hören auszuschalten und dann noch das Sehen, das Wahrnehmen, Hineinversetzen , Erkennen und Maßnehmen , das Transportieren und Ausnutzen ?
Ist es wirklich so gefährlich, schnelle Beförderungsmittel von außen als solche zu erkennen und wahrzunehmen ? Sie bekommen dadurch nicht einmal mehr Arbeit, will ich sagen, Sie bekommen, im Gegenteil, ein dramaturgisches, und dazu noch jahrelang erprobtes Meinungsbildungs und Wogenglättungs Mittel auf höchstem Niveau an die Hand… Ich merke schon, es nützt nichts. Bei Menschen mit Weihnachtsmarkt Hirnen  ist jede Liebesmüh vergeblich. –

Da gibt sie endlich zu, dass sie weder meinen Brief ordentlich gelesen , noch das Grundkonzept des COOP.WALK erfasst hat.
Und wie ich mich innerlich aufblähen will, begreife ich meine Rolle in dem Spiel.
Ich erkläre und euphorisiere nicht genug, bin zu sehr gefasst auf eben diese Mechanismen. Immer das alte Lied: Abblocken, wegschicken, Platzverweis erteilen und Gleichgültigkeit verbrämen.
Dabei kann ich durchstoßen, wenn ich nur will.
Ich sage, ich bin dann und dann da. Bin in der Eingangshalle und dann können sie mir Ihre Kontaktleute zuspielen, falls Sie Gewinn aus der Aktion ziehen wollen. –
Was, Sie wollen die Behörde besetzen ? –
Die Behörde besetzen ? –
Ich muss lachen. Um keinen Preis der Welt würde ich auch nur eine Minute dort Platz nehmen,
auch nicht aus Blockadegründen, was für Pussy Riots und Co vielleicht eine Perspektive wäre.
In dem Sinn sogar eine supergute Idee, die ich gern weitergeben werde, aber ,meine Zeit ist dazu zu schade. –
An diesem Abend bleibt es nicht beim üblichen Behördenfrust. Ich überlege mir eine gute, in jedem Fall wirksame Methode, mit der sämtliche Behörden beim Schopf ergriffen werden können, –
dazu gehört Goslar an erster Stelle. Städtische Auseinandersetzungslust als Theaterkulisse ist nicht mein Ding….

Gern hätte ich mit Herrn Kamo von der hiesigen evangelischen Betreuungs – und Flüchtlingsstelle ein Hühnchen gerupft, aber heute war nicht der Tag dafür.-

wir werden sehen

wir werden sehen

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