Immerhin, – die evangelische Kirchengemeinde Bad Salzuflen plant ein Willkommensfest für Flüchtlinge am 20. 09. Dr. Honsdorf, der scheidende Bürgermeister plädiert seit längerem deutlich für Aufnahmebereitschaft im innerstädtischen Raum, das war schon zu Anfang des Sommers .
Derzeit explodieren die Flüchtlingszahlen einreisender Menschen. Umleitungen nach Dänemark, Schweden und Österreich schlagen auf und werden zurück geleitet.
Angesichts der zunehmenden Enge überlasteter Gemeinschaftsunterkünfte wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Herzen und Türen zu öffnen.
Erstaunlicher Weise überhört man konkrete Angebote. „ Es ist immer noch genug Platz in den Sammelunterkünften. „
Darauf bin ich neugierig. Besichtigungswartezeit : Rund einen Monat
Die Versammlung für Ehrenamtliche im Rathaus habe ich verpasst, weil ich in der Amtsstelle der Kirchengemeinde mein Angebot für Raum und Musik in direktem Gegenüber mit Betroffenen ab-geben wollte. Eine ehrenamtliche Helferin bläst mir scharfen Wind entgegen.
„Hier wird keine Werbung gemacht. „
„ Wie,- Werbung in Sachen Kunst und Musik für Flüchtlinge ? „
„Sagt Herr Kamo .“
„Wollen wir jetzt eine Ehrenamtlichen Konkurrenzstelle aufmachen ? „
„Sagt doch nur Herr Kamo „
Herr Kamo läuft mir auf dem Flur entgegen. Er jedenfalls hatte um einen Versammlungsraum für seinen Kulturverein bei uns nachfragen wollen. –
Zuerst Instinkt, dann Beobachtung von meiner Seite: Ein Verein nur für Männer. Zugegeben, damit komme ich allein gedanklich nicht zurecht. Seine Anfrage habe ich negativ beantwortet.
Ich will nicht ins Mittelalter zurück, nur weil hier Männerhorden einfallen und das Sagen bekommen. Nein, ich erschrecke nicht vor meinen Gedanken und suche nach Herrn Kamo.
„ Lieber Herr Kamo, Werbung mache ich hier nicht. Ich verkaufe nichts und bin hier ehrenamtlich unterwegs.
Er nimmt zur Kenntnis .
„ Bitte melden Sie sich nächstes Mal bei mir. „
Erst draußen und bis in die Nacht denke ich: Wieso das denn ? Ich kann Werbung machen, so lange und wo ich will. Aber Werbung bei Flüchtlingen ? –
Leider muss ich bis Dienstag warten, bevor ich Herrn Kamo auseinandersetzen kann, wie weit wir in der demokratischen, kulturellen, sozialen und emanzipatorischen Entwicklung in Deutschland bereits fortgeschritten sind. Wir sind da erst am Anfang, das weiß ich, – wir Frauen sind in unseren Ansprüchen auch wieder zurück gefallen, aber so weit zurück, wie er sich ausweist, wollen wir nicht. Nächste Woche gibt es auch noch Aufräumtage. –

My summer dress from Bangladesh

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