Gruselig, wie sich die Schwemme der Flüchtlinge über Deutschland ergießt. So nehme ich es wahr, so wird es in den Medien ausgespült, Da gibt es nichts flott Ermutigendes zu überspielen und ich verstehe fast, dass ein Herr Fischbach, sprich Krüger sozusagen stellvertretend für alle Deutschlandstadtbüros sagt, kann nicht, geht nicht, weiß nicht und schiebt sein Auslese betreibendes Gremium vor, das ausgerechnet verstehen will, was es nicht versteht. Ein Stadtfest nach dem anderen als Werbekampagne mit neuestem Marketingzauber drüber geknallt und AusdieMaus ? ! Und dann die Flüchtlinge mittendrin, – wer kann da was verstehen ?
Als ich von Heidenau zurück komme, finde ich eine schriftliche Absage von Dresden vor mit bürotechnichem Kauderwelsch von Verordnungen und Begründungen und wie gesagtem Passtnichtgerede, als ob ein Herr lieber Gott gerade seine Parade abgehalten hätte. –
Aber, – meint Herr Fischbach, das heißt nicht, dass Ihr Projekt etwa, – etwa was ? Etwa schlecht wäre ? Lieber Herr, das wäre aber schlecht, wenn es nicht schlecht wäre und auf einmal doch wieder passen müsste ! – Ich meine, sagt er, Sie können sich nächstes Jahr wieder.. – Ja denke ich, wenn es auf einmal wieder Geld vom Himmel regnet und ich auch wieder rein anstandsmäßig in den Beliebtheitsplan vom Vorabendfernsehprogramm passe ? Zum Glück versagt in dem Moment die Technik !
Antworten braucht es jetzt nicht mehr, aber Barmherzigkeiten vielleicht . Und ein bisschen Verstummen vor ganz anderen Nöten , als irgendwelchem blöden Bürokram. –
Dass die Bürokraten jetzt notgedrungen aus allen Fassungen springen müssten , ist Schicksalswink. Da kommt kein schadenfrohes Lächeln mehr dran, – auch meins nicht. – Wären wir doch alle Berufsmaulwürfe geworden, denke ich.

Aber da ist auf einmal eine Mail von Herrn Heinrich aus Wernigerode

Sehr geehrte Frau Koppenbrink,
der Kulturausschuss hat gestern unterstützt, dass wir das Thema COOP:WALK im November als gemeinsames Projekt angehen.
Konkretere Vorbereitungen sollten wir nach dem Ende der Landesliteraturtage Ende September beginnen.

Sehr geehrter Herr Heinrich,
da freue ich mich aber,- gerade, weil Sie so eine feinsinnige Resonanz und Eigenart des Verstehens gezeigt haben ! Sie sollten auch wissen, je mehr ich über  die Flut der Flüchtlinge eine ungefähre Ahnung über den Bedarf nach  kultureller und bürokratischer Umwandlung erkenne, umso mehr identifiziere ich mich mit der Ebene von Städten und Gemeinden, – was ursprünglich nicht mein Vorsatz war ! Jetzt keine langen Reden, Sie haben genug zu tun mit der Vorbereitung der Landes Literaturtage. Ich lege Wert darauf, dass der COOP.WALK in Wernigerode in Gemeinsamkeit im Ihrer Stadt Ihre ganz besondere Färbung bekommt,-  und das mit aller Zuwendung  !
Ein paar deutliche Herzsprünge schicke ich Ihnen als Schluss,- zum Gruß ! Koppenbrink
Dem obersten Herrn von der DemokratieToleranzundgegenRechtsfirma schreibe ich:
Ja, Herr Fischbach, die Technik hat gestreikt, alles andere läuft gut.   Übrigens auch der Humor,- sogar das Lachen mir selbst gegenüber. Bin ja ab und zu ein wahrer Helge Schneider  Schelm, wenn auch in der Jonglage mit anderen Bällen….
Wissen Sie nicht, dass ich bisher jede Stadt, die ich besuchen wollte, besucht und bespielt habe, wie es der Zufall und die Menschen dort eingerichtet haben? Als ob das etwas mit Geld zu tun hätte. Die lächerliche Summe von 200 Euro ist allerdings ein Transparentpapier, hinter dem das Gegenüber  deutlicher durchscheint ! Der Zufall  kann natürlich auch in Dresden den COOP.WALK aufspielen, mittendrin ich   und inzwischen sogar mit hilfreichen Kräften außerhalb Ihres Verfügungsbereiches, aber ob  sich das noch ergibt, bestimmen vor allem die anderen Beteiligten. Ich hänge Ihnen hier einmal den Ausklang der Dresden- Fuge an und hoffe, Sie Ihrerseits haben genug Humor und Intelligenz, sich wiederum Ihren Stoff zur Umwandlung daraus zu ziehen !

Mit freundlichem Gruß, Koppenbrink

und an Herrn Krüger von der „Projektschmiede „

Sehr geehrter Herr Krüger,
was vom ersten Ton bürotechnischer Liebenswürdigkeit durchscheint, hat noch lange nichts mit Freifahrt- oder Heiligenschein zu tun oder etwa mit Scheinheiligkeit, wohl aber mit dem Sinn für ein so wahr wie mögliches  Sein, das die Sinne schärft, den Verstand und vor allem: Das Lachen ! In dem Sinn hänge ich Ihnen auch den vorläufigen Ausgang des Dresden- COOP.WALK- PapierohnePapier Parcours an
Mit,-  wie soll ich sagen,- büroresonazfreundlichen Grüßen,  ( Koppenbrink )

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