Es tut sich was: Vor allem Angst.
Als ich zurück komme, eine kräftig überfärbte Stimme am Telefon. Noch weit überfärbter, als die Stimme von Herrn Krüger, der fast normal geklungen hat.
Herr Fischbach vom LHP schwimmt. Dabei ist er niemand von der Bürokratie, sondern von einer Firma, die….. na ja, die eben aus der Bürokratie erwachsen ist. Aber richtig erwachsen ist sie wohl nicht..
Wahrscheinlich will er mir sagen, dass er keine zweihundert Euro stemmen kann.
In Wirklichkeit hat er Angst vor der Organisiererei,- keine Ahnung.
Ich frage zurück, wo denn die Ehrenamtlichen aus Dresden in, ….verdammt, mir fällt nur Heidenheim ein, ich weiß aber, das passt nicht, – wo denn die Ehrenamtlichen….. PAUSE
Ja, verflixt nochmal, ich weiß doch wohl, wie die Stadt heißt, habe aber einen blinden Flecken auf dem Gefühl des Städtenamens, der mit Heidenau gekennzeichnet ist, in Wirklichkeit habe ich einen Flecken auf dem, was gleich kommen wird : Die Ausflucht, warum denn keine Ehrenamtlichen zu sehen gewesen sind. Die Ausflucht davor, eine Tat begehen zu müssen, nach der ich gefragt habe, eine tatsächliche Tat ! Ich frage nochmal direkt nach.
Ja, sagt er, die waren wohl das Bewachungspersonal. Ich sage, das geht nicht, das kenn ich von anderen Unterkünften, die sind immer professionell. Gut, dann waren die eben in der Küche.
Gut, dann waren die eben in der Küche, wiederhole ich und wir sind uns schnell einig, dass es gut ist, wenn eine Instanz sich nicht zu sagen traut, dass sie sich überfordert fühlt, weil dann die andere Instanz sagen kann, dass hier sowieso schon alles zuviel ist:
Jawohl, denke ich: Vor allem die Bürokratie, die sich selbst im Wege steht, erst recht, wenn es darum geht, mit unangemeldeten Flüchtlingen fertig zu werden und ich sage auch, dass ich es nicht dulde, wenn die Frau Kanzlerin 300 000 000 Euro unangemeldet in Elmau für einen Gipfel ausgibt, der immer auf´s Neue darin gipfelt, sich selbst weiter zu schieben. Immerhin braucht man dafür eine anderthalb Tage Sitzung a 300 000 000 Euro. ( Die Platte leiert schon… ) Demgegenüber muss eine so stinkminderwertige Spende von 200 Euro einfach hinten rüber fallen,- sehe ich ein und füge noch hinzu, weil am Ende immer etwas hinzu gefügt werden muss und, damit er es auch richtig hört, verfalle ich ins Flüstern:

– Und wenn eine einzige Stimme es nicht duldet, dass die Kanzlerin dreihundert Millionen….-
ich mache eine Pause, damit er einfallen kann und mich unterbrechen, so leid tut er mir in seinem überfärbt schwimmenden Schweigen, – aber er sagt nichts.
Da muss ich nochmal anfangen.
Und wenn eine einzige Stimme in einer Demokratie gegen das Geld Ausgeben von 300 000 000 für ein eher intimes Meeting wäre, sie müsste es unterlassen, das Ausgeben, die Frau Kanzlerin, sage ich und genau darum erfährt man auch nichts davon. Genau so wenig wie von den Waffenausgaben im Vorhinein. –
Ich warte darauf, dass er sagt:
aber im Nachhinein immer. –
Das sagt er aber nicht. Er sagt nur:
Sie werden verstehen, dass wir uns da der Stimme enthalten, selbst, wenn wir eine haben,- das sagt er. Und ich kann mir nur das Lachen verkneifen, indem ich weiter denke: Es sei denn, sie hätte einen abgesichert verplombten Liegeplatz unter dem vielfarbig oben drüber gekritzelten, schwimmendem Schweigen,- das Sagen, also die Stimme.
Und weil nach dem Hinzugefügten dann auch der Schlusspunkt gesetzt werden muss, und zwar von mir, der Schrift führenden Dominante, setze ich den Punkt, effektvoll, wie immer:
– Wir leben nämlich nicht in einer Demokratie, für die Sie stehen, sondern in einer , und jetzt hören Sie genau zu, in einer , – ich mache noch eine Pause, um noch leiser zu flüstern: In einer totalitär diktatorischen Bürokratie. – Daraufhin nur noch Luftwolken von der anderen Seite, die sich mit meinen mischen,- fast intim, – wie gesagt !

Unser eingemauertzes Recht

Unser eingemauertes Recht

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