zum Thema Autonomie

Autonomie ? Büchse der Pandora, von außen betrachtet und von innen: Das höchste Gut !
Mehr muss ich nicht sagen, oder eben doch: Mein ganzes Leben als Beweis dafür einsetzen. So war es bis jetzt, was in aller Ausführlichkeit nachzufassen wäre und ebenso uninteressant ist für Menschen, die sich lieber davor fürchten möchten. –

Mit Recht. Autonomie ist unbequem. Autonomie verlangt ständiges Abstandnehmen. Es bedeutet ausführliches Brechen mit den Gewohnheiten der Masse wie mit den eigenen, kaum mehr beobachtbaren Festungen des Denkens,Tuns und Seins.

Was für ein Glück, zum ersten Mal ohne elterliche Stütze auf eigenen Beinen zu gehen, was für ein Glück, zum ersten Mal die eigenen, ungelenkten Bedürfnisse ohne Werbekontrollen oder staatliche Eingriffe zu spüren. Was für ein Sechser im Lotto, obendrein noch das Verbotene daran im künstlerisch Sagbaren weiter zu geben.

Denken und sagen wir einmal nichts, sondern sehen wir uns, so klar es eben geht, knapp vorm Tod, dann wissen wir, was Autonomie bedeutet.

Auch wenn ich derzeit angesichts der Flüchtlinge um Zusammenhalt im Menschen versorgenden Sinn werbe, auf meine Art, manchmal aggressiv, wenn es um institutionellen Blödsinn geht, und gleichzeitig sehr zugetan, sobald ich den Einzelnen in all seiner Widersprüchlichkeit erlebe,- ich finde ich mich doch immer wieder in der Herausforderung gerade vor diesem Komplex.

Ich bin du. Und wie ich mich zum Eigenstand aufrüttele, so rüttle ich dich und spüre gleichzeitig in mir, dass ich immer befähigter darin werde, die Gegensätzlichkeiten des Alleinseins, das auch in der Autonomie steckt und das Bedürfnis nach Gemeinschaft auszuhalten.

Vielleicht rütteln wir eines Tages uns allein und gegenseitig auf zur Autonomie des Denkens und Seins, ohne dabei den Gemeinschaftssinn zu verlieren. Ein Satz, der demnach auch anders herum gilt.

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fly, little me, fly !

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