Kirche in der Verantwortung, oder: Was sollen Menschen mit Kirchen, die vor Staat und Geld auf dem Bauch kriechen, sich auf Co2 befreite Bäume hängen und übrig gebliebenen Alten dummes Zeug in die Ohren flüstern ? Millionenschwer vergiftete Äpfel isst heute keiner mehr und weiter:
Weigern sich „Gottesdiener“ immer noch, zu bemerken, dass Kirchentage allenfalls Selbstläufer sind,- Kniefälle vor Stadtfest verwöhnten Massen, die deswegen noch lange keine Kirchenbänke füllen ?

Es ist ja gut. Die „ Neue Kirche „ behauptet, dass sie wieder kritikfähig wird. Deren grundsätzliche Bereitschaft dazu klingt den Menschen seit Jahren in den Ohren. Darüber hinaus kann und sollte sie wieder Begeisterung vermitteln,- und zwar erhobenen Hauptes. Dieses Projekt dient genau dazu. Es ist eins im anderen : Frohe Botschaft, Marketing Konzept, Kunstaktion und selbstbewusste Darstellung von unverbrüchlicher Kraft, die Kräfte weiter vermittelt. Menschen, die begeistert sind und sich einsetzen, geben Begeisterung weiter und stiften zu neuem Einsatz an.
Es geht hier um nachhaltige Begeisterung und nicht um eine, die oberflächlich durch das Phänomen „ Masse „ , ( siehe Elias Canetti Masse und Macht ) , erzeugt wird und schnell wieder erlischt !

Begeisterung und Effektivität lassen sich inszenieren und gezielt auf den Weg bringen.

Das Grundkonzept kann in Abwandlungen und mit angeschlossenen Variationen zunächst bis Luther 2017 und weiter bis zum Jahr des ökumenischen Kirchentags, also bis 2021 und darüber hinaus wirksam werden.

Dramaturgisch und Marketing technisch betrachtet, ist die leuchtend blaue Farbe inhaltliche Grundlage und „Logo“ in einem.
Sie kommt detailliert geplant ins Spiel und wirkt sofort als transzendentes Signal und Gegenüber zum Rot des Kirchentags Plakates. Rot, die Farbe der Auseinandersetzung und Aktivität, Blau, die Farbe, die ruhig und selbstbewusst lange über uns hinaus zieht, bis sie endlich im Weiß „verleuchtet.“ ( Die Wirkung der Farbe Blau lässt sich leicht im Inneren der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche in Berlin erfahren… )

Es ist bekannt: Farbe, Musik, Licht, Gestalt und Bewegung schaffen mehr Verständnis und Zugehörigkeitsgefühl , als die besten Texte. . Die Inflation der Worte, auch hervorgerufen durch die Internet Fluten, ist ein Faktum, so sehr wir uns auch um Gehör bemühen.
In dieser Zeit der Aufbrüche und Niedergänge, der Kriege, Flüchtlingsströme ,technischen Irritationen und verheimlichten Zerstörungsbewegungen sind es eher künstlerische Produkte, die überzeugen.

Derzeit erscheint es fast gefährlich, in bestimmten Zusammenhängen überhaupt verbale Bekenntnisse abzugeben, ohne sich in radikalen Zumutungen wieder zu finden. –

Gerade darum braucht die Kirche, brauchen wir alle Konzepte, die Erlebnisse der Geborgenheit und Beflügelung verschaffen. Konzepte, die über Worte hinaus gehen.

Alle fein sensorisch arbeitenden Menschen wissen es:
Zur Zeit der größten Krisen bahnt sich gleichzeitig ein größtmögliches Bedürfnis nach „ Spiritualität „ an. Und das mitten in der größten „common sense“ Aversion gegen Religion schlechthin,- jedenfalls, was unseren Kulturkreis angeht. Das Phänomen ist ergründet und doch lohnt es sich, in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin zu weisen. Worum es jetzt geht, ist, das Steuer herum zu reißen. Das massive Aufgreifen der lutherschen Reformation geschieht ja nicht von ungefähr. –

Es erscheint müßig, sich noch einmal mit den Hintergründen des Niedergangs westlicher Religionen zu befassen,- angefangen bei der Wahrnehmung des eigenen Denkvermögens durch die Erfindung des Buchdrucks, über die verschiedensten Aufklärungen und antiautoritären Bewegungen hinweg bis zur individuellen Mündigkeit und darüber hinaus zum Austragen des eigenen Narzissmus anstelle von Autoritätshörigkeit. – Kirche muss und kann damit leben, sollte sich aber selbst aus bürokratischen Narzissmen und Pakten mit der Industrie,- (Lückenbüßer Ersatzmechanismen ), lösen ! Im Internet erfährt man einiges über Korntal und Pharma. Und wo darüber geschwiegen wird, ist es noch schlimmer.,- da existiert Kirche für die Menschen, ( der Grund und Boden, der sie trägt, ) praktisch nicht mehr.
Solange eine ehrliche Auseinandersetzung immer noch nicht geschieht , und die Situation mit Augen verschleierndem, so genanntem positiven Denken verbrämt wird, geht es erfahrungsgemäß noch weiter abwärts !
Reale Kirchgänger, die nach Kirchentagen weiter die Kirchen bevölkern, fehlen, aber sie können wieder gewonnen werden !

Noch bevor es die Allgemeinheit merkt, bedeutet uns ein Blick auf die neuen Ängste :
Der Sättigungsgrad von Verschleierungen aller Art ist erreicht.

Ich wiederhole: Es ist von allergrößter Wichtigkeit, dass die Kirche sich nüchtern ihren IST- Zustand vor Augen hält und nicht vorzeitig von Neu Zugängen schwärmt, die nicht positivem, sondern vor allem Wunschdenken entsprechen. Und noch einmal : Staatliche und privatwirtschaftliche „ Merkantilisierungen “ ebenso wie Missbrauchsfälle werden vom Kirchenpublikum negativ honoriert !
Und das vor den zugehaltenen Augen derer, die meinen, alles im Griff zu haben.
Positive Grundhaltung bedeutet gegenwärtig, so nüchtern, wie möglich hin zu sehen ! Mit Mut, Gespür und Herz. Das Herz sagt: Hier tut etwas weh….

Aber wohin jetzt. Die Kirchen unseres Kulturkreises haben den Zwang und die Chance, sich neu zu erfinden, ja, sich auf hergebrachtem Boden, also im Alten, neu aufzustellen. Das Anfüllen leerer Kirchen mit Popkultur und sonstigem ist ein schwacher Trost für beide Seiten. Popkultur und Co, also auch Kunst, kann Ergänzung sein, aber nicht Ersatzmerkmal. Kirchen sollen nicht mit Dekorationen gefüllt werden, sondern mit deutlichem „ Stehen zu Glaubensinhalten im Wandel der Zeit „ Und ich setze den Stich:
Eine Kirche, die es nötig hat, sich anzuschmieren, balsamiert bereits ihren toten Körper. –
Wohin also ? Ich sage: Aus dem verwundeten Herzen der Kirche, wenn sie es denn neu spürt, heraus, mitten ins Herz der Menschen. Und ich betrachte den Themenkatalog vom Kirchentag und entdecke : Kirche scheint es begriffen zu haben, vorausgesetzt, es sind diesmal nicht nur Worte , die sie produziert.

Während ich eine neue Ehrlichkeit von Seiten der evangelischen Kirche voraussetze, drücke ich es noch einmal deutlich aus:

Mitten in der größten Müdigkeit und Abwendung steckt der Keim zu einem neuen Aufschwung.
Als erfahrene COOP.WALKERIN möchte ich hier anbieten, den zu visualisieren und erlebbar zu machen.
Die Fähigkeit dazu ist mir auf dem Boden meiner bisherigen Kunstaktionen seit mehr als zehn Jahren auf natürliche Weise gewachsen. Ich habe mir vorgenommen, meine Kraft der neuen Kirchenbewegung anzubieten. Sie ist durch positive und negative Abschleifungen ebenso wie durch eine andere, mitreißende Kirchenaktion zustande gekommen !

Wie bereits in meinem Konzept zur Sanierung der Museenlandschaft ausgeführt und bis ins Detail akzeptiert, verhält es sich auch im Bezug auf die Kirche: Sie muss auf die Straße gehen, platt gesagt. Sie muss sich freiwillig arm machen, oder sie wird noch offensichtlicher dazu gezwungen werden.
Sie muss auf die Straße gehen. Mit dem COOP.WALK oder einem anderen Modul, das nicht auf hergebrachte Weise missionarisch, sondern im Geschehen selbst wirkt.

Das „Gewicht der Straße„ scheint mir von kirchlicher Seite her verstanden, wenn ich den voraus gedachten Plan bis 2021 ins Auge fasse. Jedenfalls Gehirn seitig verstanden. –

Ich mache mich noch einmal deutlich unbequem, ja unbeliebt und spreche aus, was Menschen inzwischen laut kommunizieren:
Weg mit den Mammut- Verwaltungen. Sie sind immer noch zu aufgeblasen. Kirchenaustritte kann man auch schlichter registrieren. Verwaltungen, die sich vorwiegend selbst verwalten, stehen jeder Spontaneität im Wege. Sogar der Durchführbarkeit von Projekten. Es geht auch anders.Und dies: Wo Geld im Sinne der Höheren immer noch heimlich als erhabenstes Ziel oder, je nachdem, größtes Hemmnis definiert wird, Geldlosigkeit, sprich Ehrenamt, aber ganz offensichtlich nach wie vor den niederen Rängen vorbehalten bleibt, – argumentativ mehr oder weniger geschickt verbrämt, da kann nichts geistlich Zündendes wachsen. Wir Menschen fallen nicht mehr hinter das Stadium der Aufklärung, oder die Erfahrungen der Siebziger Jahre oder hinter luthersche Erkenntnisse zurück.
Kirchliche Rhetorik ist in diesem Sinn für jeden durchschaubar und nicht zu unterscheiden vom Verhalten großer Konzerne oder staatlicher Praxis.
So lange Klerikale und Verwalter nicht ihrerseits eine ihnen gemäße,zumutbare,also moderate Ehrenamtlichkeit, ja, ich meine damit idealistische Wagnisse ihrer Existenz produzieren und überzeugend sichtbar machen, spreche ich vom „Muff unter den Talaren“. Noch deutlicher ausgedrückt: Kirche hat genau in dem Verhältnis, wie sie Menschen immer noch für dumm verkauft, ihren Verfall verdient, siehe Luther.

Im selben Moment ist mir klar: Ich mache mich mit dem Aussprechen dessen, was jeder weiß, nicht beliebt. Sei´s drum. Dem bewussten Luther ist es ebenso ergangen und Kirche feiert ihn. Ich kann nicht anders ! Und noch eins:
Niemand erstellt ein neues „ Verkaufskonzept „ für einen Kunden, der sich nicht ausreichend und ehrlich mit dessen Materie herum gequält, bzw befasst hat…

Für meine Person riskiere ich gern alles, trotz meines Alters, wenn es sein muss auch zu meinem eigenen Nachteil.
Ich will also nicht hinter meine oben beschworenen, mühsam zusammen gelebten Überzeugungen zurück. Die Kopierbarkeit meiner Entwürfe habe ich hinlänglich unmöglich gemacht und werde darum auch der evangelischen Kirche meinen Plan ausbreiten und veröffentlichen. Kommt dazu das Wissen, dass Konzerne, die bis tief in die Knochen zu Eis erstarrt sind, nicht auf einmal überzeugende Herzlichkeit produzieren können. Das heißt, sie könnten vielleicht Marketing konforme, süße Stimmen aufführen, aber die werden ihnen aus erwähnten Gründen nicht mehr abgenommen. Also, wozu die Mühe ?
( Siehe die Firma Bertelsmann, die meinen COOP.WALK noch vor Beginn seines Auftretens mit seiner eher lächerlichen und schnell wieder aus dem Programm genommenen Aktion „ Du bist Deutschland „ fast unbemerkt zu kopieren versucht hat. )

Es gehören Menschen zum Transport einer Botschaft, die den Funken der Begeisterung und Echtheit in sich haben und weiter geben können. Und zwar bis ins Kleinste, mit allen organisatorischen Funktionen. Manchmal ist es auch nur ein Mensch, der den stockenden Karren anzieht, bevor andere zu Hilfe springen. –
Ich durchspüre noch einmal den eigenen Zweifel : Könnte es etwa sein, dass Kirche noch nicht genug gelitten hat,- dass sie weiterhin darauf besteht, auf dem eingebildeten, gut trainierten Ross zu sitzen ?
Vielleicht zündet der Funke aber schon bald und die Kirche entdeckt tatsächlich ihr Herz von dem sie Worte macht.
Abschließend möchte ich mich zu dem Thema selber als Pastoren Tochter „outen“ Eine, die so manchen Klingelbeutel in direktem und übertragenem Sinn leer auf dem Dachboden gefunden hat und am Ende ihrem sterbenden Vater verzeihen konnte, der noch nach der Kapitulation Kriegs- und Hitler- Verweigerer mit geistlichem Trost zur Erschießung begleitet hat. –
Ohne seine Feigheit wäre ich nicht am Leben und könnte nicht meine eigenen Turbulenzen durchleben. Kommentar überflüssig.
Und so richte ich auch nicht über die Kirche, würde aber nach wie vor gern dazu beitragen, sie ihrer Chance, wirklich „Neue Kirche“ zu werden, näher zu bringen.

Also noch einmal zurück zu der neusprachlichen These:
Begeisterung und Effektivität lassen sich inszenieren und gezielt auf den Weg bringen.
Ich stehe dazu, dass ein bewusst gewähltes Programm als Auslöser dient und Wege schafft, ( siehe Hitler ) Warum also nicht Mechanismen bedienen, die im positiven Sinn Großes auslösen.
Wohl verstanden:
Und, siehe Einleitung bewege ich mich im Paradox, wie gewönlich und, wie das Leben selber. Trotz aufgeführter Vorbehalte mache ich mich nicht zum Organ von Kirchenkritik, die jeder kennt und die so viele Menschen derzeit von der Kirche fern hält. Es ist um hundertachtzig Grad anders. Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube, behalte die Kritik im Kopf, der Kopf bringt sie zu Papier, um sie zum Herzen weiter zu leiten. Von da aus nimmt ein neues „Aufbauwerk“ mit Wärme Gestalt an. Nur aus der mutigen und knallhart genauen Wahrnehmung einer Realität kann eine andere erwachsen.
Und nur das Herz, wie die Kirche es selbst sagt, kann,( mit meinen Worten, ) Gold daraus spinnen.
Konkret umrissen bedeutet mein Entwurf :

Mitten in einem fröhlichen , ja sieghaften Tun, das Menschen animiert, sie selbst zu sein, gestaltet sich gleichzeitig das Zentrum der Botschaft wie von selbst.

Mit dem folgenden Konzept bin ich bereits im Gespräch. Es wird nicht in erster Linie eine Frage des Geldes sein, mit wem ich die Umsetzung durchführe.

"Tell me about victory "  Flüchtige Installation von T-shirts, Schulter an Schulter, rund um die Siegessäule, Berlin,. 4.07.2014

„Tell me about victory „
Flüchtige Installation von T-shirts, Schulter an Schulter, rund um die Siegessäule, Berlin,.
4.07.2014