Sie hätte am liebsten Mäuschen gespielt, hätte zu gern gehört, wie die FDP Diskussion über die „Freiheit der Kunst“ im Ringlogschuppen Bielefeld weiter gegangen ist , unter den Voraussetzungen, die wir geschaffen haben…

Ich werfe die Aktion hinter mich, schon, um mich nicht weiter zu ärgern, ..

packe lieber für Italien. In Italien ist es immer wärmer, als hier,-vielleicht dieses Jahr nicht so sehr, also schmeiße ich Gemischtes zusammen.

Gemischt passt immer. Und schmeißen auch. Ich wüsste nicht, wozu die Sorgfalt, wenn ich mir vorstelle, wie ungebügelt ich demnächst unter der Erde liegen werde. Und doch muss das Haus „verwahrt“ werden für die, die jetzt ferienweise darin wohnen. -Hüten, was man sich gezähmt hat. Nach St. Exupery . Hüten und Schmeißen,- auf das bekömmliche Verhältnis kommt es an.

Als ich ihr davon via Selbstgespräch erzähle, versteht sie nicht. Sie arbeitet sorgfältig, für sie geht das Verwahren auf Leben und Tod. Wir haben eben, sage ich manchmal, noch keine totale Zerrüttung erlebt. Müssen wir auch nicht, meint sie. Sie meint meistens das Gegenteil und stemmt ihre Minuten- und Stundenkonstruktionen neben meine Würfe. Langsam, wenn ich fliege und umgekehrt.

Diesmal verabschiede ich mich noch vom Dicken, den ich nicht mehr sehen werde und vom Arzt oder Apotheker, den ich hätte fragen sollen, bevor ich wieder mal keine Tabletten nehme. Ob ich nicht doch Rücken- oder

Doppelherzschmerzen habe ? Der Fernseher bietet Verlässliches, wer sonst ?

Mit dem stehe ich auf du und du, mit facebook auch, wobei facebook natürlich

der Sonderfall ist. Das versteht sie wiederum nicht. Sie ist da ganz abstinent, ich kann mich noch so sehr aufregen. Früher waren es die „ Causes“, die mich engagierthaben, bis mir klar wurde, dass facebook & Co sich auf diesem Wege Adressen beschaffen,-.jetzt sind es Menschen, die ihr Dasein in die Waagschale werfen. Manchmal extreme Fälle. „ Dass du dich so für das Extreme begeisterst, ist bezeichnend, sagt sie. Ich wiederum weiß, irgendwann werden wir uns darüber in die Haare geraten. Und mehr. Das ist immer so, wenn man Aggressionen nicht rechtzeitig abbaut.

Endlich sitzen wir im Auto. Die Regale und Sessel sind verstaut, davor wir.

Zuviel beschaffte Möbel müssen an zuviel beschaffte Orte gebracht werden.

Gegen Dummheit, sagt er, kann man nichts machen. Er muss es wissen !

Gegen Dummheit, sagt er…

 

Darin jedenfalls liegt nicht besonders viel Einmaligkeit.

Eines Tages, denke ich, werde ich wissen, worauf es ankommt, und zwar genau.

Darin stimme ich mit ihr überein: Wenn Fragen dichter werden, müssen wir gut geplante Wege mitten durch schlagen.

Es ist saukalt. Sogar den Hunden gefällt das nicht. In Scheinschlaf schaukeln, denke ich noch, dabei schaukele ich längst.

Sonst machen wir regelmäßig richtige Schlafrast bei Basel, diesmal nicht. Diesmal fahren wir durch. Sie fährt meistens,ich schiebe nur gelegentlich eine Zwischenrettung ein, wenn sie offensichtlich nicht mehr kann.

Noch eine andere Einmaligkeit:Diesmal ziehe ich kein Denkthema durch.

Das ist die heimliche Ermattung von der Performance am Tag vorher. Wie ich diese Falschspieler satt habe. Aber nur nicht wieder drüber nachdenken…

Sie sagt, es kommt nicht darauf an, die Wege, die man geht, genau so nach zu zeichnen , um mehr zu erfahren. Das sagt sie mitten in meine ähnlich laufenden Gedanken hinein. Außerdem, sagt sie, kann man das nicht. Oder ich kann das nicht. Ich lege ihr zustimmend meine Hand auf den Arm.