Unter dem Titel lässt mich die FDP mit Polizeigewalt rausschmeißen.

Das also versteht sie unter dem Begriff. Ganz ohne Absicht betreibe ich eine Echtzeitrecherche zum gegenwärtigen Freiheitsstand in Deutschland.

Die Gedanken sind frei…“ will ich singen. Umgedichtet in „ Meine Taten, die sind frei… „Ein berühmtes Lied, das ich sehr liebe. Sophie Scholl hat es unter dem Fenster ihres von den Nazis inhaftierten Vaters gespielt . Auch 1948, in Zeiten unseres Besatzerdeutschlands hat Ernst Reuter es gesungen. Ein Revolutions,- ein Krisenlied, von Studenten aller Zeiten gern gesungen.

Mit einem „ Später vielleicht „ will man mich abdrängen, mich davon abhalten, auf die Bühne zu gehen. Drei junge Veranstalter versuchen, mich einzukesseln. Ich sage: Dann bitte mit Gewalt „ und schwinge meine 66 Jahre trotzdem hoch. Ohne Treppe, mit dem Hintern auf die Bretter und drauf. Schnell hänge ich meine Elementarteilchen Rüstung um.

Ich spreche „ Meine Taten, die sind frei, „ Die jungen Politiker wissen sich nicht zu helfen. Jetzt können sie mich nicht mehr greifen, ohne Aufsehen zu erregen.

Aber ich hätte mich anmelden müssen, sagt einer, um seine Haltung zu verteidigen. Eine Eingabe machen, mit Themen-und Ausführungsvorschlag und Stempel und Tonartsangabe ?

Soviel zum gegenwärtigen Stand der Freiheit der Kunst in Deutschland. Peinlich, sagen einige sofort. Ja peinlicher geht nicht mehr ! Andere, die Gegenseitigkeitsprofiteure retten sich ins Nachbarschaftsgeschwätz.

Unter dem Schild „ Freiheit bewegt „ versuche ich, mein Ständchen zur Sache vorzutragen. Das hätte man mit Charme auffangen, ja sogar ins Lächerliche ziehen können oder als Würze zum Thema umformen. Nicht so die FDP.

Frau Koppen kennt mich nicht, hat mich aber eingeladen. Sollte eine Partei, die gewählt werden will, nicht wissen, wen sie nicht nur virtuell, sondern von oben bis unten körperlich zum Thema mit Lachs einlädt,- sollte die nicht wissen, wer ihr Gegenüber ist ? Nein, die FDP weiß das ja von sich auch nicht….

Das Video zeigt, der Parteiführung gelingt es nicht, den Faden mit Charme aufzunehmen, was nicht nur auf Bildungslücken in Sachen Freiheit, sondern auch im Bezug auf das Lied hinweist. –

Draußen die Polizei. Gleich zwei Wagen haben sie bestellt. Hier können sie machen, was sie wollen, keiner sieht uns. Einer der Polizisten versucht, meinem Mann gewaltsam das Handy aus der Hand zu nehmen.

Erinnerungen an die Polizei in Barcelona. Es gibt keinen Unterschied.

Facebook versucht, das Video ins Private zu schieben, was ich nicht zulasse.

Aber ich stehe unter Strom für den Rest des Tages. –

Wir können abwarten, wann es soweit ist, dass uns die Handys im „Öffentlichen Raum“ mit irgendwelchen Bürgerschutz- oder noch besser, Selbstschutzdümmlichkeiten systematisch aus der Hand geredet werden. Oder per Staatsmaßnahme tot geschaltet, sobald wir nicht mehr konsumtüchtig plaudern. So tot, wie wir es für uns selber längst geworden sein sollten.

( Den letzten Satz bitte gründlich ins eigene Deutsch übersetzen !