Mit vier Leuten zur Nacht in meinem singleroom. A pretty good night because of my explanation: I‘ ll be caughing and sneefing, please put your ear plugs in, to get some sleep. Daraufhin habe ich gut geschlafen, ohne zu schniefen und zu husten, ohne mich fortlaufend zu entschuldigen, dank eines Aspirins von einem der Spanier vielleicht.

Am Morgen darauf bin ich nichts. als ein schwankender Kreislauf. Ich trinke und trinke Tee, bis die birnenförmige Feine mir sagt, so much Malve is not good behause of blood high pressure. Also nehme ich Anistee, besser für den Magen, für alles. Gestern die Botschaft im Kopf, mehr noch im ganzen System: Du sorgst für dich mit der Kraft deiner Großmutter,deiner Mutter, deines Vaters und Bruders und deiner Schwester. Als Gestorbene geben sie an dich weiter. Der Gedanke sitzt fest, erfüllt mich. Geschehen wird, was du geschehen lässt. Essenzen zum ein- bilden, warum nicht. Eingebildetes zum Ausbilden. Energienahrung zur Umwandlung in neuen Stoff. Da sitze ich, vor mir der Nil . Die Welt, ein sich wandelndes Energiespektrum, aber bitte, ich selbst keine Sinuskurve im Äther multipler Heilslehren, bitte nicht. Meine Geschichte, heil oder nicht, wandelt sich mit den Bedingungen. Alles im Fluss !

Neben mir ein Bettler, dem es egal ist, dass seine Unterhose durch die aufgeplatzten Seitennähte quillt, Füße und Gesicht vor Dreck die eines Schwarzen, der er nicht ist. No heartbreaking celebrations please. In case that one belief comes too strong in my mind, give me the contrary. Die Welt, ein Konstrukt von Minus- zu Pluspol mit Rat und Unrat, im Blick alles gleichzeitig, Sinn und Irrsinn, diese Welt ertrage ich. Sie trägt mich. Mehr oder weniger pathetische Anwandlungen als Resultat von Schwächegefühlen. ich schleppe sie wieder mit zurück zum Tahrir Square, wo ich vorhin schon einmal war für zwei Gläser Orangensaft, serviert von einem Ägypter, der sch zu dem Zweck mit seinem Karren direkt vor meiner Nase aufgebaut hat. Ebenso zwei Frauen mit Kind und Taschentüchern, Bohnen zum Dauerkauen und Sesam Zuckerstangen. Kleine Genüsse, die ich erst recht genieße, weil ich nur wenig davon nehme.

Eine wunderbare Wendung nach innen, wenn ich an den Beginn des Tages denke. Dina wollte mit einigen Frauen zu einer Wahlstation gehen, heute, am 14. 12, ist Wahltag. Und ich dachte, am 15.- Aber Dina ist selber krank. Also gehe ich alleine, wie immer, habe Mühe, meinen Rücken straff aufrecht zu halten. Schulen gibt es überall. In jeder Schule wird gewählt. Ich überlege kurz, ob ich wirklich einen Schulwahlzoorundgang machen soll. Auf keinen Fall. Ich interessiere mich auch sonst weder für Fussball noch für Zoos usw.aber ich lande doch wieder auf Tahrir, schon, weil ich den Weg kenne und stumpfsinnen möchte. Der Mensch, eine Kreislauferscheinung. Ich also als abgestelltes Altmöbel auf dem Rand des gemauerten Innenkreises, auf dem die Rebellenzelte stehen, der Orangenverkäufer vor mir und gemäßigtes Geschehen drumherum, sehr gemäßigt heute. Omar tritt auf mit schwarzen Racheaugen. – Didn’t I say you come at twelve, two days before ? Mein Pyramidenunallesgesehen und Lieberallein beantwortet er mit einem hasserfüllten Blick. Wie gut, dass ich nicht zwischen seine Zähne geraten bin.

Und wieder drei schöne Kairoanerinnen, die mich beneugieren und dann doch nicht coopwalken wollen,- ich bündele dazu mein Sitzen neben dem Mann mit der zerrissenen Hose am Nil und bin wieder zurück. Diesmal treffe ich Sahira

zwischen einer anderen Zelteformation am Thahrir. Sie und eine Feundin gehen tatsächlich den COOP.WALK mit mir, ein Freund filmt. Dazu der Tee und ein, zwei Armbändchen so ist das. Sahira hält ihre Verkaufsgelüste zurück und ich freue mich an ihrem Anderssein. Eine schöne Frau unter Besessenen. So sehe ich’s jetzt, aber sie muss auch um neun Uhr zuhause sein, das ist Elternorder. Sahira ist vierunddreißig und erklärt mir, die lockerere Bekleidung der Frauen in den sechziger, siebziger Jahren war nur Fassade. Innen drin sind wir alle voriges Jahrhundert. Meine Aufgabe, Ihr von der Sahira zu erzählen, die ich sehe: Eine, die voraus lebt, eine die ausbilden kann, die Verantwortung für andere Frauen tragen kann, wenn sie will. Sahira ist abgelenkt, denkt an ihren Freund, mit dem sie Ärger hat. Ich gehe weiter. Mal sehen, ob ich noch einmal Opfer werde. Einer, den ich schon kenne, aber nicht zuordnen kann, fängt mich ab. Ein Leader, wie er sagt und er flüstert mir was von einer Verschwörung gegen Mursi, von der ich genau erfahren kann, wenn ich einen Tee mit ihm trinke. Jetzt achte ich auf meine Knochen, fühle mich wieder zittrig und heiß, will nachhause. Aber da gibt es kein Erbarmen. Magdy spricht wieder von Wahlfälschungen und dem Rebellenplan dagegen. Der Köder. Planmäßig trinken wir Tee, planmäßig nimmt er mich mit in seinen weitläufigen Laden, wo ich seinen Bruder wiedererkenne, den ich schon vorher getroffen hatte, den von einem anderen Bruder mit einem anderen Touristengeschenkeladen, von dem ich das Gesundheitsöl gekauft habe, um frei zu kommen. Planmäßig erzählt er mir von Weihnachten und einem Händler in Hannover, der seine scheußlichen Papyruskunstwerke haben will, die ich transportieren soll, fünfzig Stück insgesamt und ganz leicht,und wir machen Halbe Halbe und kein Zollproblem,, weil vor Weihnachten , und, dass wir wirklich teilen wollen, Zehntausend Euro insgesamt und Halbe Halbe bis auf die Unkosten, die wir auch halbieren können. Schließlich ist alles Handarbeit von vielen, vielen Tagen. Die Muslimbrüder lügen,hat er gesagt, und was tut er ? Diese hochgradigen Scheußlichkeiten sind Drucke einfachster Art. da geht kein Strich frei heraus. Jetzt bin ich gespannt, wie er an mein Geld kommen will und schon sperrt er die Falle weit auf. – Natürlich brauche ich eine Sicherheit, natürlich muss ich wissen, dass meine Kostbarkeiten weiter verkauft werden. Mein Ichhabekeinekäuferdafür schüttelt er ab. Käufer ist Klaus in Hannover. der hat geordert und, kein Problem beim Zoll und alles wiedervonvorn. Er will auch meine Visakarte beäugen. Die passt leicht in das Lesegerät. Aber ich passe nicht hinein. Soll 600, oder Magdys wegen nur fünfhundert Euro zahlen, damit er eine Sicherheit hat für all diese viel wertvolleren Kodtbarkeiten. No, sage ich, nothing in advance. Auch wenn er mir seine Visitenkarten von Konsulen aus aller Welt gezeigt hat. Da fällt es mir ein: Ich will mit Klaus aus Hannover reden. Am Telefon. Ich sehe Magdy in sich zusammenfallen. So habe ich noch keinen in sich zusammenfallen sehen. No heartbreak celebrations please. Dabei sind alle fünfzig Stücke schon gepackt. Jetzt fängt mich sein Bruder wieder, hat eben noch vor Allah gekniet und will sein Gesicht wahren. No Problem, we contact by Internet. Nein, anrufen soll er mich, der Klaus, dann machen wir das Geschäft. Auf dem Rückweg noch eine Seifenoper von Magdy: Dass er Geld für sein Volk braucht, wenigstens dreihundert Euro für alles, aber er weiß, es gibt keine Chance mehr. Wer soll denn wo außerhalb Ägyptens solche Trophäen kaufen. Ich kann nichts dafür, dass der Tourismus kaputt ist. Magdy, game over, no heartbreak celebrations please !

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