Beginn kopfüber kopfunterCOOP.WALK – Ai Wei Wei, Mai 2011

11.05.

Den Termin hatte ich mir willkürlich gesetzt. Genug gearbeitet, gemütlich genug den Garten gegossen, genug von der Provinz im Kopf. Außerdem ist jetzt Teddy aus Italien zurück, kann auch mal das Haus und und die Tiere bewachen. Das und die Gestaltung waren mit einem Mal da. Vorher nur die Unruhe, dass sich etwas bewegen sollte. Ein neuer COOP.WALK. Und die Sorge darum, es könnte zu schwer werden, zu mühsam zu tragen, zu unhandlich. Ich bin aus der Übung.In meinem Alter, mit fast 65 Jahren muss ich meine Belastbarkeit im Auge haben. Da kamen mir die drei Kindergartenkarren von Heiko vor die Füße. Fast gleichzeitig drei Gartensäcke, noch leichter zu tragen, in die ich das Thema legen, kleben, heften könnte. “ AI WEI WEI “ . Die Gartensäcke für Peking, gut im Koffer unterzubringen und die Karren für Berlin. Immer wieder Berlin, wo ich Bleibe habe.

Das Packen dauert nicht lange und doch zu lange wegen der gleichzeitigen Aufräumerei vom letzten Grillabend. Der Akku vom Fotoapparat könnte leer sein, die Unterlagen unvollständig, nur für meine Klamotten sorge ich mit ein paar Griffen. Nicht zuviel von allem, aber für jedes Wetter genug. Erfahrungen haben sich endlich abgelagert . Die Gestaltung der Wagen werde ich vor Ort besorgen, gewissermaßen integriert in die Wegstrecke, wie schon oft geübt. Zum Glück gibt es nur geringe Fahrtbehinderungen. Eine davon meine gewohnheitsmäßige, mittägliche Müdigkeit. In halb verhakter Lage zwischen Führer-und Beifahrersitz schlafe ich fast eine Stunde. In Berlin scheint alles verflogen. Ich packe aus, Feinstaubhalteverbot oder nicht , trinke mein Ankunftsbier in der Kneipe gegenüber und bringe alles an Ort und Stelle.